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Müllverschmutzung bei Festivals

Die Festivalsaison ist mit die beste Zeit im Jahr, viele Leute freuen sich darauf und zählen die Tage bis es endlich wieder auf Reise geht. Der Spaß an der Musik, am Campen und am Zusammensein mit Freunden steht dabei im Vordergrund und das ist auch gut so. Dennoch bringen Großveranstaltungen neben den schönen Dingen auch Probleme mit sich, wie vor allem die Verschmutzung, genauer noch die Müllverschmutzung.

Müllberge nach den Festivals

Nach den Großveranstaltungen sieht es meist aus wie auf einer Müllhalde. Das ist leider bei den meisten größeren Festivals so. Die Besucher bringen allerhand Zelt-Equipment und Lebensmittel in Verpackungen mit, um so gut wie es geht für das Wochenende ausgestattet zu sein. Mit der Zeit sammelt sich einiges an Müll auf dem Zeltplatz an. Sobald das Festival vorbei ist, zeigt sich das ganze Ausmaß am Konsum, die Nachlassenschaften der Festivalgänger prägen das Bild der Camping-Area. Beispielsweise bleiben folgende Sachen zurück bzw. werden nicht wieder mit nach Hause genommen:

  • Zelte
  • Luftmatratzen
  • Isomatten
  • Campingstühle
  • Campingtische
  • Schlafsäcke
  • Grills
  • Grillkohlesäcke
  • Lebensmittel
  • Bierflaschen / Bierdosen
  • Wohneinrichtungsgegenstände wie Sofas(!)
  • und vieles mehr

Ihr seht die Palette an Dingen, die zurück gelassen werden, ist groß. Das muss man sich mal vorstellen: es werden Zelte, Tische und Stühle, welche meist in einem Top-Zustand (quasi neuwertig) sind, liegen gelassen. Die Besucher haben entweder zu viel Geld (oder die Eltern) oder sie haben keinen Bock, diese Sachen extra wieder mit heim zu schleppen. Dann sich lieber ganz bequem vom Acker machen. Nachhaltigkeit sieht anders aus! “Wird schon jemand wegräumen, nach mir die Sinnflut” werden da wohl einige denken. Das ist leider die falsche Denkweise, aber allgegenwärtig auf Festivals. Die Veranstalter stehen jedes Jahr vor diesen Problemen. Kostenintensiv wird es vor allem, wenn Dinge wie Kühlschränke oder Möbelstücke als Sperr- und Sondermüll abtransportiert werden müssen.

Nachhaltigkeit bei Festivals

Dass diese Müllverschmutzung bei Festivals der Natur schadet, ist kein Geheimnis. Fast alle Open Air-Veranstaltungen finden mitten in der Natur statt – Wälder, Wiesen, Acker, Strände werden regelmäßig für tausende Besucher zur Verfügung gestellt und zum Festivalgelände umfunktioniert. Das ist eine gute Sache, denn an der frischen Luft und Hand in Hand mit Mutter Natur lässt es sich am schönsten feiern. Aber wir alle sollten behutsam und vorsorglich mit der Flora und Fauna umgehen. Nachhaltigkeit spielt hierbei eine große Rolle.

Konzepte wie Müllpfand, welches es seit Jahren beispielsweise beim Melt! oder splash! gibt, sind sehr erfolgreich. Die Menge an herumliegenden Müll wurde dadurch enorm reduziert. Gegen Vorlage einer Müllpfandmarke und gefülltem Müllsack gibt es den im Voraus mit dem Ticket gezahlten Pfand (meist 5 € oder 10 €) zurück. Die Veranstalter sind sich des Themas bewusst und führen auch andere Methoden bei ihren Events ein. Nach und nach gibt es immer mehr Gastro-Angebote, wo man zum Beispiel Holzbesteck zu seinem Essen bekommt. Sehr sinnvoll ist auch der Becherpfand. Berge aus weggeworfenen Plastikbechern bleiben so aus. Oft werden auf dem Campingplatz noch genießbare Lebensmittel hinterlassen. Diese werden zum Teil an die Tafel gespendet oder in Foodsharing-Bereichen abgegeben oder getauscht. Der Verein Hanseatic Help sammelt zum Beispiel Zelte, Isomatten und Schlafsäcke ein und reinigt sie. Frisch aus der Wäsche wird es dann an Bedürftige gespendet. Einen interessanten Artikel zu diesem Thema gibt es unter hoemepage.com.

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Festivals, die besonders viel Wert auf ein nahezu Müllfreies Open Air legen (soweit das geht), informieren ihre Besucher schon weit im Voraus in Foren, Facebook-Gruppen oder auf der eigenen Website. So macht es auch das Feel Festival. Für weitreichende Infos wurde dort auf der Website eine extra Landingpage angelegt.

Was ihr tun könnt

  • nehmt nur das mit, was ihr wirklich braucht
  • sammelt euren Müll in Säcken (und verteilt es nicht auf dem Zeltplatz) oder werft es die dafür vorgesehenen Behälter
  • verzichtet auf Plastikgeschirr und -besteck (mittlerweile gibt es allerhand gutes und preiswertes Campinggeschirr etc. zu kaufen)
  • lasst Konfetti zu Hause
  • hinterlasst den Ort wie ihr ihn vorgefunden habt 🙂

 

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