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Review: Highfield Festival 2019

Am vergangenen Wochenende fand die diesjährige Ausgabe des von FKP Scorpio veranstalteten Highfield Festivals statt. Rund 30.000 Festivalfans fanden den Weg zum Störmthaler See bei Leipzig. Von Donnerstag bis Sonntag Nacht (15.-18.8.) traten etliche Künstler aus aller Welt auf den insgesamt drei Bühnen auf. Wir waren auch vor Ort und haben uns das bunte Treiben mal näher angeschaut.

Die Location

Ein Festival am See ist schon was feines, denn Sommer und Bademöglichkeit – das passt einfach. Der Strand beim Highfield war perfekt zum Baden geeignet, es befand sich dort ein schöner Sandabschnitt und die Becks Stage war genau am See gelegen. Tagsüber konnte man dort planschen und nachts tanzen bei Querbeet Mukke. Anspruchsvoll war die Musik dort nicht gerade, eher was für alle, die nach dem Hauptprogramm auf den Mainstages noch Bock hatten auf Party und schon einiges getankt hatten.

Vom Strandfeeling bekam man auf dem INfield (Gelände, wo sich die Bühnen befanden) leider gar nichts mit. Der Zugang zum See war quasi einmal ums Gelände rum und das Hauptgelände war separat gelegen. Einen Blick auf den See konnte man von dort aus nicht erhaschen. Somit war das Gelände eher Standard Festivalgelände auf einer Wiese/Feld. Zum Entdecken gab es dort nicht allzu viel. Zwei Bühnen, ein Riesenrad, ein ziemlich großer imposanter Jägermeister-Hirsch (bzw. für Bonez MC ein Pferd :-D), Essens-Stände, Bars und Dixis. That’s it, nicht mehr und nicht weniger.

Die Campingplätze befanden sich direkt außerhalb den INfield. Wenn man Glück hatte ergatterte man ein Platz weit vorne am Eingang zum Infield oder man musste eine Weile laufen von weiter hinten. Im OUTfield (Camping-Area) konnte man einen Rossmann, Penny Markt, diverse Stände (Tattoo, Klamotten, Ramsch etc.) finden. Das hat einerseits seine Vorteile, aber ist sehr kommerzialisiert anderseits. Muss jeder selbst für sich wissen, wie er das findet.

Die Musik

Musikalisch war das Programm bunt gemischt. Es gab Rock, Pop, Singer/Songwriter, Afro Trap, Hip Hop, Funk, Electro (EDM), Alternative Rock und Punk-Rock zu hören. Wahrscheinlich habe ich noch was vergessen zu erwähnen. So konnte man sich gut durch den Tag hören und es wurde nie eintönig. Leider wurde für den Headliner The Prodigy kein adäquater Ersatz gefunden, was viele Karteninhaber vom Festival fern hielt (es wurden etliche Tickets kurzfristig noch fürn Appel und nen Ei verscherbelt).

Der Headliner 30 Seconds To Mars lieferte eine professionelle und gute Show ab. Man merkte, dass Superstars aus Ami-Land am Start waren. Aura heißt das Stichwort. Jan Delay lieferte ebenfalls ordentlich am Freitag ab. Er überzog um eine halbe Stunde :-). Abriss hieß es bei Feine Sahne Fischfilet! Wat’n Konzert! Die Jungs spielte ihre erste Show seit 6 Wochen (Zwangspause wegen Umfall bei der Fusion). Ihre letzte Festivalshow des Jahres spielten AnnenMayKantereit. Ein großartiges Konzert! Nur die Jungs und ihre Instrumente. Eine umfassende Lichtershow haben sie nicht nötig. Die Musik steht im Vordergrund und die unfassbar einprägsame Stimme von Henning.

Trettmann performte als One-Man-Army auf der Blue Stage. Seinen Slot hätte man ruhig noch ein wenig nach hinten legen könne, sodass seine Licht-Show/Animationen noch mehr gewirkt hätten in der Dunkelheit. Bei Bonez MC und RAF Camora war vor der Bühne alles knackevoll, vor allem junge Mädels und Boys waren dort anzufinden. Musik ist ja Geschmacksache. Kommt gut an bei der jungen Generation, warum auch immer. Die Orsons dödelten wie gewohnt heftigst mit ordentlich Bass unterm Arsch auf der Blue Stage am späten Nachmittag rum. Die Jungs machen einfach nur Spaß, es ist sehr unterhaltsam ihnen beim performen zu zuschauen.

Leider war die Frauen-Quote im Booking mit nur einer einzigen Lady (Sookee) nicht wirklich der Hammer. Um genau zu sein, die Quote war beschissen! Kann doch nicht sein, dass nur eine Frau performen darf und dass auch noch 13:30 Uhr für eine halbe Stunde. Geht’s noch?! Da muss sich einiges ändern in Zukunft und dass nicht nur beim Highfield. Bei vielen Festivals ist der Frauenanteil im Programm zu niedrig. Aber das ist ein Thema für sich.

Der Sound beider Bühnen überschnitt sich leider. Die Positionierung der Bühnen war leider nicht optimal. Man stand vor der Blue Stage und in einem ruhigen künstlerischen Moment dröhnte es drüben von der Green Stage. Das versaute oftmals den Moment. Geht besser.

Essen und Getränke

Das Essensangebot auf dem Highfield war sehr gut. Man hatte viel Auswahl zum Beispiel zwischen Döner, Currywurst, Fish’n’Chips, Spätzle, Pizza und vieles mehr. Dafür Däumchen hoch! Preise waren Festivallike hoch. Wie auch bei den Getränken, Bier für knapp nen Fünfer (0,4l!). Aber bei den zahlreichen Bars musste man nie lange anstehen, das ging rucki zucki.

Fazit

Das Highfield Festival ist ein mittelgroßes Festival in einer schönen Umgebung. Die Leute/Besucher sind bunt gemischt, vorrangig in den 20ern und wollen vor allem Spaß haben. Den kann man auf jeden Fall beim Highfield haben. Musikalisch ist die Qualität da. Wie gesagt wären mehr Frauen im Programm sehr schön! Wenn das Wetter stimmt kann man auf dem Gelände schöne Tage verbringen (natürlich in Verbindung mit Baden). Für die Umgebung (Leipziger Umland) ist das Festival auf jeden Fall eine Bereicherung. Mit dem Hurricane oder Southside kann es bis jetzt noch nicht mithalten (vor allem in Bezug auf das Booking). Einen Besuch ist es dennoch wert!

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